Gasband (Neuwied)

 
Uli Türk (git) Volker Spitzer (git) Martin Dames (keyb) Peter Tripp (sax) Uli Lyding (bass) Paul Brockert (dr)

Die Band stammte aus dem Raum Neuwied/Bendorf . Das Cover gestaltete Rick E. Loef, ein hochtalentierter Maler und Grafiker aus Koblenz.

DISCO-SCHEISSER (Türk/Spitzer)

SONDERANGEBOT (Türk/Dames)

Die Platte wurde 1981 aufgenommen und erschien bei United-Arts-Records.
 

Die GASBAND, Nachfolger der berühmt-berüchtigten REALLY great EVENT, formierte sich Anfang 1980 um den Gitarristen und Komponisten Uli Türk, der vor allem durch seine Konzerte und Schallplatten mit dem Kölner Sänger und Rezitator LUTZ GÖRNER bekannt wurde. (Zu hören auf den beiden LP’s “Lieder/Texte zur Lage der Nation”, Esel-Records Berlin).

Bevor die Band vors Publikum trat, erarbeiteten sie in einjähriger Probezeit ein wahres Feuerwerk an differenzierter Rockmusik. Musik und deutscher Text, aus der Feder von Uli Türk, verschonten in ihrer Kritik und Ironie weder “Punk” noch “Discowelle”.

Bis 1982 bestand die Band aus Peter Tripp (sax) Volker Spitzer (git) Uli Türk (git) Paul Brockert (dr) Uli Lyding (bass) und Martin Dames (Keyb). (Foto von links oben nach rechts unten)  
 

1982 stiegen Peter Tripp, Uli Türk und Paul Brockert aus. Für Brockert kam Dieter Wüster und als Sängerin engagierte man Valerie Simmonds, eine echte Rheinländerin, deren Vorfahren mütterlicherseits aber aus Jamaica stammen. Mit Valerie änderte sich das musikalische Konzept total. Die Musik wurde nun maßgeblich von schwarzen Elementen geprägt: Funk, Soul und Reggea. “Vorher hatten wir nur vom Blatt gespielt”, erinnert sich Volker Spitzer. “Der Uli hatte alles komponiert und wir durften es nachspielen”. “Die Musik war kompliziert arrangiert und wirkte manchmal etwas unausgegoren”, meint Martin Dames heute. “Bei der Musik der neuen Formation hatten die Leute Spaß, sie konnten tanzen und ausgelassen sein.”

Und es ging wirklich ab: man spielte auf großen Festivals u.a. mit BIRTH CONTROL, KRAAN und INGA RUMPF. Nachdem die Gasband im August ‘82 einen großen Musikwettbewerb in Koblenz gewonnen hatte, konnten sie für ein paar Tage in ein Tonstudio in Saarbrücken, um unter professionellen Bedingungen Bänder aufzunehmen. Martin Dames: “Dadurch haben wir dann auch im Saarland einen ziemlich großen Bekanntheitsgrad erreicht. Wir sind dann auf einem großen Festival in Ulingen aufgetreten und konnten da regelrecht abräumen.”




Originaltextvorlage 2001                                    zurück Rheinstones