Dr. Otto`s Rockshop (Andernach)

 
Otto Heckel (voc) Monika Moebius (voc) Hans Iwanow (git) Valentin Iwanow (git) Horst Maibach (bass) Reinhard Fahrenholz (dr) Günther Müller (git Rocker)

Die Band aus Andernach und Umgebung existierte von 1979 bis 1982. Im Sommer 82 wurde die Band von Dieter Pröttel in den ARD Talentschuppen eingeladen.

MEINE TRÄUME (Heckel/Ivanow)

ROCKER (Heckel/Ivanow)

Aufgenommen 1981 bei Trion Sound Production Frankfurt 

Wenn ich auf der Bühne steh, fühl’ ich mich sofort okay. Ich bin gebor’n..., ich bin gebor’n..., ich bin gebor’n um Rocker zu sein. (Text : O. Heckel)


Mit diesem Refrain aus dem Song “Rocker” ist eigentlich alles gesagt. Denn live waren sie eine Größe für sich. Im Sommer 1979 formierten sich Sänger Otto Heckel (ex-JUBAL’S CHILD), Drummer Reinhard Fahrenholz (ex-WINTERKRIEG), Bassist Horst Maibach (ex-SKYBIRDS), sowie die beiden Andernacher Gitarreros Günther Müller und Hans Iwanow zu DR. OTTO’S ROCKSHOP. Kurz darauf stieß noch Monika Möbius (backvoc) hinzu. Eigentlich stand auch DER FLOTTE OTTO UND SEIN RENNQUINTETT als Bandname zur Alternative (und das lange vor der sogenannten “Neuen Deutschen Welle”).

Bild: Otto Heckel, 1981 am Deutschen Eck
 

Selbstkomponierte Songs, mehrstimmige Gitarrenpassagen, dazu die heiter bis bissigen Texte von Otto prägten das Repertoire der Band, die bei ihren Gigs in Andernach, Bad Breisig , Koblenz und Umgebung ihre feste Fangemeinde hatte. Ein kleines Highlight war der Auftritt am Deutschen Eck im Sommer ‘81. FRANZ K. sollte Topact sein, sagten aber kurz vorher ab. Die Chance für DR. OTTO’S ROCKSHOP vor mehr als zweieinhalbtausend Leuten kräftig abzurocken (Foto oben).

Im Oktober ‘81 ging man auf eigene Kappe ins Trion Sound Studio nach Frankfurt. Günther Müller, der kurz vorher ausgestiegen war, spielte noch “Rocker” mit ein (mit Joe Flinner vom EMIL MANGELSDORF QUINTETT als Gastmusiker am Piano).

Juni 1981, Vulkanhalle Kruft
v.l.n.r. Horst Maibach, Günther Müller, Fatschi Fahrenholz, Otto Heckel, Hans Iwanow




 
 

“Meine Träume” wurde bereits mit Valentin Iwanow als neuen Gitarristen aufgenommen. Als 3. Song nahm man noch “Ich will mein Leben leben” auf. Valentin’s Abstecher zur Band war nur von kurzer Dauer. Ende ‘81 verstärkte man sich mit den beiden ex-PRESENCE-Musiker Charlie Eulert (git) und Achim Hauck (b/voc). Horst wechselte an die Keyboards. Monika verließ ebenfalls die Band.

Im Juli ‘82 ging’s nach Baden Baden zum SWF Talentschuppen mit Dieter Pröttel als Moderator. Drei Songs spielten die Jungs vor laufender Kamera. Vielleicht lags an dem Umstand, dass man zuvor den gesamten Bierbestand aller vorhandenen Getränkeautomaten vernichtet hatte, jedenfalls wurden die Beiträge der Band in der später stark gekürzten Fernsehausstrahlung nicht gezeigt.

Einige Monate später war Schluss (September ‘82). Mitten im Sumpf der “Neuen Deutschen Welle” mit mit all den kurzlebigen Null-Acht-Fuffzehn-Sternchen fühlte man sich als deutschsprachige Band nicht mehr so recht wohl und löste sich auf.


Pata Pata, Andernach September1982

v.l.n.r. Horst Maibach, Charlie Eulert, Otto Heckel, Fatschi Fahrenholz, Achim Hauck und Hans Iwanow
 

Valentin Iwanow verstarb am 15. November 1999 bei einem tragischen Unfall und wird uns allen in bester Erinnerung bleiben.


Originaltextvorlage 2001                                 Zurück Rheinstones