Andernach in den Sixties

                                    The Rebbels

 
 

1964: Eine frühe Formation der Rebbels aus Koblenz  in den Andernacher Rheinanlagen.

v.l.n.r. Georg Kübler (bg.), Lothar Görgen (dr.), Friedhelm "Buzzi" Pohlmann (g.) und Fred Dortants (g.).

The Rebbels gastierten im Frühjahr 1964 über Monate im Brauhaus (Schuppen) in der Rheinstraße. 


 

The Rebbels standen im ständigen Konkurrenzkampf mit The Dogs (aus Koblenz).

In den folgenden 12 Monaten sollten die Musiker der Rebbels zu den Dogs und umgekehrt The Dogs zu den Rebbels mutieren. 

 

 
 1966 erschien die Single "monkey monkey/ come back" auf Bellaphon und avancierte mit 80.00 verkauften Exemplaren und Platzierungen in diversen Radiocharts zum ersten Hit am Mittelrhein. Klickt auf den Fernseher links und Ihr könnt einen Videoclip von "monkey monkey" auf YouTube erleben!  

                                     The Thunderbirds

 
 

Oktober 1964: The Thunderbirds aus Remagen/ Rheinbrohl im Brauhaus (Schuppen) in der Rheinstraße in Andernach.

Monatsengagements waren das Ziel junger, aufstrebender Bands.

Im Vormonat gastierten die "Donnervögel" im Hille Bille Tanzkeller in Weißenthurm.

Zum Jahresende 1964 sollten sie zur Harmonie (später Club 2000) in Kruft weiterziehen.


 

V.l.n.r.: Fred Weiß (bg), Herbert Moizisch (g,voc), Helmut Hoffmann (voc), "etwas mitgenommen" Drummer Peter Müller und Robert Crash (leadg).

Herbert Moizisch und Robert Crash sollten die Thunderbirds in der Folgezeit, inspiriert durch Aufenthalte in London und Glasgow, zu einer harten Rhythm & Blues Band formen. 

 

 

Die komplette Story von Robert Crash - hier klicken!

 

In den späten 70er mischte Robert in der aufkommenden Punkwelle mit und gastierte u.a.im "CBGB`s" und "Max`s Kansas City" in New York oder mit The Rings im Marquee in London.

In den 80er fungierte Robert als Produzent für The Eurythmics und "Zeppelin" Robert Plant.  

 

Herbert Moizisch trat 2007 in dem ARD Mehrteiler "Unsere 60er Jahre" als Zeitzeuge auf und resümierte neben seinen Erlebnissen mit den Thunderbirds auch über Jugenderinnerungen als Schüler des KSG Gymnasiums und Lernpfleger der ehemaligen LNK. 


                                    The String Beats

               
 
 

Bild oben: 1965, The String Beats in der Rheinstraße in Andernach

Ted Rollins - bass guitar, vocal    

Rocky Steel - guitar, vocals                                            

Danny Hilton lead guitar, vocals

Roly Stone - drums

nannten sich die vier Jungs. Tatsächlich hörten sie jedoch auf Uwe, Pino, Kalle und Helmut.

Woher sie kamen, wohin sie gingen, kann heute keiner mit Gewißheit sagen.....

Fest steht, dass sie mit hartem Rhythm & Blues die Szene in Koblenz bis Andernach deutlich prägten und mit schrägem Outfit manch biederem Bürger das Fürchten lernten.

 


 

Als The String Beats 1966 Andernach verließen gaben sie Namen, Equipment, Plakate etc. an vier beathungrige Jungs aus Andernach und Umgebung weiter.

1966: Die neuen String Beats vor dem Bergischen Hof in Remagen.                                                                                 Victor Scharbach (li, leadg.) und Hans Schlicht (re, bass) kamen aus Andernach, Holger Drostatis (2.v.l. drums) aus Remagen und Frank Orth (2.v.r.,guitar, vocal) aus Linz.

1992 re-formierten Frank Orth und Hans Schlicht die Band. Seither stehen etliche Platten, CDs und DVDs auf ihrer Habenseite. Gemeinsame Auftritte mit Tony Sheridan, Dave Dee, Terry Sylvester (The Hollies), The Governors und Graham Bonney zeugen von einer neuerlichen Erfolgsgeschichte. Die Webseite der StringBeats:   hier klicken! 

 

                                       The Spotlights

 
 

Andernach im Sommer 1966

The Spotlights, eine der renommiertesten Bands in Koblenz, gastieren im Hofbräuhaus. 

v.l.n.r.: Joe Hoffmann (dr), Kalle Görg (g), Rüdiger von Sanden (g) und Horst Günther (bg).


 

Joe Hoffmann (Bild rechts).

Joe saß bereits beim Rebbels- Vorgänger The Gitarmen an den Drums.

Mit seinen Showeinlagen konnte er einen ganzen Saal alleine unterhalten. 

Friede seiner Asche, Joe verstarb 2005.

 

 

Horst Günther (Bild rechts).

Horst ist heute noch aktiv und zupft in verschiedenen Bands in und um Koblenz den Bass. 

 

Rüdiger von Sanden spielte 1971 mit  EX OVO eine Wahnsinns-Single, die heute nicht nur auf der CD Rheinstones, sondern auch auf diversen Krautrocksampler vertreten ist, ein.

Auf YouTube!

 Kalle Görg war zwei Jahrzehnte mit dem Trio Tara-Folk erfolgreich unterwegs.  



                                   The Ramblin` Guitars

 
 

Ratskeller, Hochstraße, 1963:

The Ramblin` Guitars entstanden auf dem Fliegerhorst des Bundeswehrstützpunktes in Mendig.

Tatsächlich kamen die einzelnen Musiker aus Wuppertal (Lonny Geilenberg), München (Christan Titze), Köln (Gunter Wincirz) und Troisdorf (Hans Bahn). 


 

Hans Bahn (bg) erinnert sich:

"Durch einen Auftritt im Ratskeller in Andernach für den Fliegerhorst wurden die Wirtsleute auf uns aufmerksam. Auf unsere Frage uns zu engagieren antworteten sie zu unserer Überraschung mit JA. Es wurde vereinbart, dass wir Mittwochs, Samstags und Sonntags spielen sollten. Am 11.5.1963 beim ersten Auftritt kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus; der Saal war voll. Zu der Zeit spielten in Andernach an den Wochenenden 7 Bands, u.a. die Rhein-Ruhr-Tanzkapelle, die Rebbels und Dely Del mit seiner Band." 
 

 

 
 

Tatsächlich existieren auf Tonband mitgeschnittene Musikaufnahmen aus dem Ratskeller.

Hans Bahn hat diese Aufnahmen im Nachhinein digitalisiert und der musikalische Erguß ist vom Feinsten.

Vertreten sind Songs von Elvis (hound dog, little sister, devil in disguise), Nat King Cole (pretend), Four Aces (Mr. Sandman), Cliff Richard (lucky lips, forty days), Jerry Lee Lewis (mean woman blues), aber auch von Drafi (shu-bi-du-bi-do-the slop) und Bernd Spier (das kannst du mir nicht verbieten). 



                                       The Jailbirds

                                
 
 

1965 The Jailbirds aus Bonn in den Rheinanlagen in Andernach

Dieter Driese heute:                                                                                                 

 "An den Namen des Lokals kann ich mich nicht mehr erinnern.                       Wir spielten von 15h bis 19h zum Cola Ball. Dann wurde ausgefegt.              Um 20h gings weiter bis 1h nachts."

"Wir sind in diesem Lokal auch mit einer Mädchenband aus Siegburg aufgetreten. Leider kann ich mich nicht mehr an den Namen der Band erinnern, aber die Bassistin hieß Linda.                                                                 

Im Juni 1966 bin ich mit ihr nach London gefahren.                                           Wir besuchten das Marquee und sahen Supergroups wie Cream, The Herd und The Move."

 



                     The Prisoners Of Beat

 
 

Andernach, 1966

The Beat Prisoners vor dem Kolpinghaus in Andernach.

Doch dann intervenierte der Englischlehrer und die 4 Youngstars bezeichneten sich fortan als The Prisoners Of Beat.

v.l.n.r.: Reiner Rembs (g,voc) , Peter Pauken (bg), Dieter Giesen (dr) und Dieter Müller (leadg.)


         
 
 
 

Bild oben: The Prisoners auf den Krahnenbergterrassen in Andernach. 

Bild links: The Prisoners halten schützend die Hände über Kookie Lunkenheimer.

Kookie (unten sitzend) leitete als Manager erfolgreich die Geschicke der Band.

1968 und 1970 waren sie Andernacher Beat -Stadtmeister (Platz 3, 1969).

Zahlreiche Gigs und 2 selbstproduzierte Singles (1969) hinterlassen sie der Nachwelt.

1968 in leicht verändertem Line-up:

v.l.n.r. Reiner Rembs, Peter Ziemons (keyb.), Dieter Giesen, Dieter Müller und neu am Bass  "Jimmy" Friedhelm Claas (ex-The Workers)


 

Bild rechts, 1969:

The Prisoners Of Beat im Andernacher Schlossgarten.

Ernst "Ernie" Nölle (li) stiess als Sänger und Saxophonist neu zur Band.  

Ein einmaliges Filmdokument, welches wir vor einigen Jahren wiederaufbereiten und mit Sound unterlegen konnten, hinterlassen die Prisoners (klickt auf den Fernseher!).

                                                            

 



                                       The Workers

 
 

Ein Bild aus frühen Tagen. 

The Workers im heimischen Proberaum, 1966.

v.l.n.r.: "Jimmy" Friedhelm Claas (bg), Rainer Winnen (g), "Mecki" Schneider (dr) und Werner Boers (g).


              
 
 

Bild oben: The Workers im Christophorussaal in Andernach, ca. 1968.

Bild links: The Workers als ewiger Rivale der Prisoners bei den Andernacher Beat Stadtmeisterschaften in den späten Sixties.

Auf dem Podest standen sie immer!

Platz 2 1968 und 1970, die Pole im Jahre 1969

Nicht im Text, aber im Bild:                                   Reinhard "Sir Hardy" Junglas (der 2.v.r. mit Kette).

Hardy, einer der prägnantesten Keyboarder im Umkreis, mit Stationen wie Framauro, Vatican, Disco Pike und Snowhite, war jüngst mit Letzteren wieder aktiv zu erleben.

 


                                         

                                    The Night Birds

 
 

Andernach, Hochstraße - Ratskeller.

Mai 1970: Die Beatles haben sich gerade aufgelöst (am 10. April 1970) und die Musik jener Tage befand sich im rasanten Wandel.

The Night Birds aus Andernach präsentierten u.a. Songs von The Marmalade (reflections of my life, ob-la-di,ob-la,da), The Troggs (love is all around), The Bee Gees (I.O. I.O.), Procul Harum (a whiter shade of pale) oder Tommy James & the Shondells (crimson and clover).

v.l.n.r.: Joachim Wolf (dr, voc), Peter Probst (bg), Dieter Paulmann (voc, g) und Klaus Barabasch (g).


 

Ein kleiner Einblick in den Ratskeller anno 1970.

Auf der Bühne: The Night Birds

 

 

Bild rechts: 1971, The Night Birds im Atlantik in der Schafbachstraße in Andernach.

v.l.n.r. : Dieter Paulmann (voc, g), Klaus Barabasch (g) und Harald Beutgen als neuer Keyboarder.

Joachim Wolf: "Gegründet haben wir die Night Birds im Jahre 1968 (bis 1973). Heute spielen wir wieder in derselben Besetzung unsere alten Songs."

 


Mein Dank für Support in Wort und Bild gelten Friedelm "Buzzy" Pohlmann, Helmut Hoffmann, Frank Orth, Robert Crash, Hans Bahn, Dieter Driese, Kalle Görg, Reiner Rembs, Friedhelm Glas, Reinhard Junglas, Joachim Wolf, Günther "krautrockseite" Ketterer, Robby Rubröder, Dirk Jakob, Karin und Walter "Kecker" Hauschild, Michael und Judith Bieg uva.



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